Seminarinhalt
Das Seminar vermittelt die öffentlich-rechtlichen Grundlagen des oberösterreichischen Baurechts als normativen Maßstab für die zivilrechtliche Mangel- und Haftungsbeurteilung. Im Mittelpunkt stehen die OÖ BauO 2013, das OÖ BauTG 2013, die OIB-Richtlinien sowie die einschlägige OGH-Judikatur zur Planerhaftung und Haftung des Sachverständigen nach § 1299 ABGB.
Grundlagen des OÖ Baurechts
- OÖ BauO 2013, OÖ BauTG 2013, OIB-Richtlinien — Rechtsquellensystem und Normhierarchie
- Baubewilligungsverfahren: Bewilligungspflicht, Fertigstellungsanzeige, Kollaudierung
- Beteiligte: Bauherr, Planverfasser, Bauführer, Bauaufsicht — Verantwortungsabgrenzung
Öffentliches Baurecht als privatrechtlicher Maßstab
- Mangelbeurteilung §§ 922, 1167 ABGB: OÖ BauTG / OIB-RL als Mindeststandard
- Abweichung von der Baugenehmigung als Mangel; ÖNORM B 2110 Schnittstellen
- OIB-RL 1–3, 6 (Standsicherheit, Brandschutz, Feuchte, Energie) für die Begutachtung
Haftung der Baubeteiligten — OGH-Judikatur
- Planerhaftung §§ 1299, 1302 ABGB: Generalplaner-Koordinationspflicht
- Sachverständigenhaftung § 1299 ABGB
Solidarhaftung Planer/Ausführender; Verkehrssicherungspflicht
Der SV im Zivilprozess — Aufgaben und Grenzen
- Befund vs. Gutachten (§§ 351 ff ZPO); Normzitate, Kausalität, Kostenschätzung
- Privatgutachten § 177 ZPO vs. gerichtliches Gutachten — Beweiswert und Haftung
- Diskussion und Q&A